Gemeinsam auf Kurs
Die Rheinschule will mehr als ein Ort des Lernens sein. Sie will ein lebendiger Raum sein, in dem Kinder sich ausprobieren, wachsen und die Welt entdecken können. Wir möchte ein sicherer Hafen sein, aus die Kinder gestärkt und selbstständig in See, also ihr weiteres Leben, stechen können und sich auf den Weg machen verantwortungsvolle, neugierige und lernfreudigen Persönlichkeiten zu werden.
Damit dies gelingt, braucht es ein starkes Miteinander, Respekt und das verlässliche Zusammenspiel aller Beteiligten: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräften, pädagogische Fachkräfte und Mitarbeiter/innen der Schule, Eltern und Schulbegleiter/innen.
Der gemeinsame Kurs ergibt sich durch einen klaren Kompass aus Werten, die wir leben wollen, aber auch Rückenwind durch Freude und Vertrauen benötigt.
Folgende Werte sollen uns Orientierung geben und unseren Alltag prägen:
Wertschätzung – Respekt – Mitbestimmung – Selbstwirksamkeit -Freude
Wertschätzung – unser Kompass.
Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern begegnen einander mit Achtung, Offenheit und echtem Interesse. Wir sehen die individuellen Stärken, Fähigkeiten und Lebensgeschichten unserer Schüler/innen und Kolleg/innen als eine Bereicherung. Fehler gehören als Teil des Lernprozesses dazu und bieten die Chance an ihnen zu wachsen. Lob, Ermutigung und Anerkennung prägen unseren Umgang miteinander. Eigene Meinungen und Feedback äußern alle achtsam, niemals verletzend. Gewalt, ob körperlich oder verbal, hat bei uns keinen Platz.
Wertschätzung ist der Kompass, der uns die Richtung in ein respektvolles und angenehmes Miteinander und in eine gute Lernumgebung zeigt.
Wir-Gefühl und respektvoller Umgang miteinander – unser Anker
Gemeinschaft gibt Halt wie ein starker Anker – besonders in stürmischen Zeiten. Wir möchten die Kinder dazu erziehen, füreinander da zu sein und aufeinander zu achten. Hierzu nutzen wir Programme wie Ich-Du-Wir, aber auch Rituale in der Klasse und Schule, gemeinsame Projekte und Erlebnisse wie Ausflüge oder Klassenfahrten stärken unseren Zusammenhalt. Konflikte sollen fair gelöst werden. Dabei kann uns das Bensberger Mediationsmodell helfen oder die Schulsozialarbeiterin, die die Kinder, Eltern und Lehrkräfte im Alltag begleitet.
Die Kinder halten sich an die vereinbarten Regeln und sind freundlich füreinander da, denn Gemeinschaft funktioniert nur, wenn alle zusammenhalten.
Eltern unterstützen dies, indem sie kooperativ agieren und sich in das schulische Miteinander positiv einbringen.
Respekt, Zugehörigkeit und Zusammenhalt halten uns fest, auch bei Wind und Wellen.
Mitbestimmung – unser Steuerrad
Kinder haben eine Stimme. Sie haben eigene Sichtweisen und Ideen, denen wir Gehör verschaffen wollen. In der Rheinschule können die Schülerinnen und Schüler ihre Meinung einbringen, sei es bei der Auswahl von Projekten, AGs und Unterrichtsthemen oder im Klassenrat, bzw. im regelmäßig tagenden Schülerrat. Sie lernen dabei zuzuhören, Vorschläge zu machen, Kompromisse zu finden und Entscheidungen mitzutragen. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Lernreise aktiv mitgestalten und Verantwortung für das eigene Handeln und Lernen übernehmen: sie halten ihr Material stets bereit, bringen sich ein und erledigen ihre Aufgaben zuverlässig. Hierbei sollen sie von ihren Eltern unterstützt werden, indem daheim lernförderliche Strukturen geschaffen, Materialien besorgt werden und Interesse am schulischen Lernen gezeigt wird.
Das gesamte Kollegium beteiligt sich aktiv an Entscheidungen und Schulentwicklungsprozessen. Auch die Zusammenarbeit und Einbindung der Eltern ist uns wichtig. Beteiligung bringt neue Ideen und Energie, die uns voranbringt. Mitbestimmung heißt für uns: alle lenken mit.
Wer mitsteuern kann, übernimmt Verantwortung und bringt uns auf den passenden Kurs.
Selbstwirksamkeit – unser Segel
Wir möchten, dass die Kinder erfahren: wir treiben nicht passiv durch das Leben, wir können unsere Segel selbst setzen. Wir stärken die Kinder darin, sich selbst zu vertrauen, Entscheidungen zu treffen, durchzuhalten und stolz auf das eigene Handeln zu sein. Wer erlebt, dass er oder sie etwas bewirken kann, entfaltet sich. In Projekten, offenen Lernformen, durch das Übernehmen von Klassendiensten oder bei Präsentationen erfahren die Kinder, dass eigenverantwortliches Handeln Dinge verändern kann. Sie sollen ihre Lernreise aktiv mitgestalten und dadurch Motivation und positive Erfahrungen sammeln. Die Kinder sollen lernen: Einsatz wird belohnt, dranbleiben, auch wenn es schwierig ist, zahlt sich aus. Eltern unterstützen ihre Kinder dabei durch Ermutigung und Verständnis, auch wenn es Rückschläge gibt.
Selbstwirksamkeit lässt uns das Segel in die richtige Richtung setzen und dadurch mitbestimmen, wohin die Reise geht.
Freude – unsere Sonne
Freude macht das Lernen leicht, warm und lebendig. Sie stärkt unser Miteinander und gibt Kraft, für gemeinschaftliches Handeln und zum Wachsen. Sie entsteht dort, wo Kinder Neugier entfalten, sich kreativ ausdrücken können und sich willkommen fühlen. Eltern unterstützen dies, indem sie der Schule gegenüber offen, zugewandt und unterstützend auftreten und den Kindern zeigen: Bildung ist etwas Wertvolles.
Bewegung, Kreativität und Musik sollen Teil des Schulalltags sein. Uns ist es wichtig, dass alle gern in die Rheinschule kommen und entdecken: Schule und Lernen macht Spaß.
Freude ist die Sonne, die uns wärmt und unsere gemeinsame Reise aufhellt.